Homosexualität

Homosexualität ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon im alten Griechenland war die gleichgeschlechtliche Liebe an der Tagesordnung. In überlieferten Schriften und Bildern auf antiken Krügen, finden sich viele Hinweise auf die Homosexualität. Zu der Zeit wurde diese Art der Liebe von der Gesellschaft vorbehaltlos akzeptiert.

Erst während der Christianisierung wurde dann die Homosexualität als Sodomie bezeichnet, die von der Kirche als widernatürlich und pervers bezeichnet wurde. Homosexuelle wurden von der Kirche verfolgt und nicht selten endeten Homosexuelle auf dem Scheiterhaufen.

Im neunzehnten Jahrhundert, wurde die Homosexualität in Deutschland auch im Bürgerlichen Gesetzbuch festgehalten und nach dem berüchtigten § 175 unter Strafe gestellt.

Immer wieder versuchten Ärzte und Sexualforscher, wie z.B. Magnus Hirschfelder nachzuweisen, das die Homosexualität eine angeborene Neigung ist.

Die anfänglichen Erfolge, die damals erreicht wurden, wurden jäh mit der Machtergreifung Hitlers beendet, ja zu der Zeit wurde der §175 noch erheblich verschärft. Homosexuelle konnten schon für geringe „Verfehlungen“ ins Konzentrationslager kommen.

Selbst nach dem zweiten Weltkrieg blieb der berüchtigte § in kraft. Seit 1958 wurden allerdings homosexuelle Handlungen unter Erwachsenen nicht mehr bestraft. In der DDR wurde der §175 oder besser, § 151 wie er im dortigen Gesetzbuch hieß, 1988 gestrichen. In der BRD blieb er im BGB noch bis zum Jahre 1994 erhalten und wurde erst dann, 4 Jahre nach der Wiedervereinigung, auch hier ersatzlos gestrichen.

Das bedeutet aber noch immer nicht, das Homosexuelle die gleichen Rechte wie „normal Veranlagte“ haben. Ein uneingeschränktes Adoptionsrecht, das es Schwulen und lesbischen Ehepartnern erlaubt, auch gemeinsam ein Kind zu adoptieren, wird hoffentlich auch bald Realität werden.

Zum Glück glauben aufgeklärte Menschen, zumindest in unserem Lebensumfeld, heute nicht mehr, das Schwule und Lesben geistig krank, oder falsch erzogen worden sind. Selbst das Tierreich zeigt uns, dass Homosexualität kein perverser Lebensstil ist, sondern völlig natürlich ist. Heute geht man davon aus, dass ca. 5% der Menschen, keine andere Möglichkeit als ihre Homosexualität auszuleben. Jedoch kann man sagen, dass ca. 40% Neigungen dazu haben, zumindest bei dem Gedanken sexuell erregt werden, sie aber aus sozialen Gründen, Hemmungen oder Ängsten, nicht praktizieren.

Selbst die von den Religionen, immer wieder betonten Gründe, dass ja eine, von ihnen erwünschte, oder gar gebotene, Fortpflanzung nicht möglich ist, sollte angesichts der Bevölkerungsexplosion und Nahrungsmittelknappheit, neu überdacht werden.

Was jedoch bei den meisten Homosexuellen hervorsticht, ist das sie einfühlsamer und großteils auch wesentlich kreativer sind, als der Durchschnitt der Bevölkerung.

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